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Wort, lieb.

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Der PoetenBlog begleitet mich auf meinen sur- und subrealen Reisen. Als augenzwinkernder Poet und Dramatiker begebe ich mich gerne genüßlich im Klubseßel - mit einem halbvollen Glas und einer Selbstgedrehten in der Hand - auf eine gedankliche Odyssee... Für Sie als irreale Nachlese bereitgestellt.
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Mehr Licht!*

Sie wachsen, je kleiner sie werden und sie schmelzen dahin. Sie spenden Kaminfeuer für die Kleinen und Streichhölzer für die Grossen. Sie funken im Kleinen und entfachen im Grossen. Sie formen sich neu, bilden neue Energie aus ihrer Kraft. Nichts entfleucht, nur Wärme und flüssige Lava im Takt der glühenden Flacker. Ihre Gemüter sind ihre Heime und heimlich ist ihnen sehr gemütlich. Sie beweisen ihren Humor spätestens, wenn man sie an beiden Enden anzündet. Sie reisen gerne durch Räume, in denen die Zeit ausser 8 gelassen wird, denn sie wandeln das Zeitliche zu Erinnerungen, diese dann in die unendliche Nostalgie stippend. Kerzen... sind hoffnungsvolle Romantiker und wissen, dass ihre Lichter wie Sterne auf Erden sind. Sie glauben fest daran, dass Jahrtausende später ein weit entfernter Stern auf uns herabblicken werde und nach all diesen Zeiten könne er immer noch das Kerzenlichte sehen, welches die Dunkelheit durchbreche, ohne ihn zu blenden. Der Stern erkenne sich in Zukunft selbst in der damaligen Flamme, erinnere sich an sein eigenes Licht und zähle dann verträumt die feurigen Schwüre, die an seinen Nachthimmel gerichtet wurden, einst. Denn Sternenschein und Kerzenschimmer bleiben für immer. So stiftet ein jeder Kerzenanzünder einem Stern eine Erinnerung und ein jeder Stern strahlt durch den Kerzenschein eine Hoffnung aus - für den, der das Licht der Sterne in der Flamme sieht. Im Kreise. Vergessend nur das Zeitliche.  

Sie soll brennen, die Kerze; ihre Flamme, ihr Docht. Und sie soll wachsen. 

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Bild: 'Nummer 23', Jackson Pollock (*28. Januar 1912; † 11.Aug. 1956)

*Titel: Herr von Goethes letzte Worte auf dem Sterbebett.

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