Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
Poetenblog? Nicht mehr da!

Wir wollten mal was Neues, was Besseres, auf WordPress: http://wortliebling.com

"Wer sich impfen lässt, ist ein Schwein!"

Veröffentlicht am 30. November 2009 von WORTlieb mARTin in Soziales

Unter dem Motto:
Mediengrippe statt Schweinegrippe
Patientenstreik statt Ärztestreik


Seit sogenannte Prominente ein Schweinegrippe-Tagebuch führen und Fernsehmoderatoren sich wagemutig live vor der Kamera picksen lassen, um diesen Impfstoff am eigenen Leib zu erproben und prompt dem Zuschauer übermitteln können, wie es denn auf ihren Körper genau wirke, ist die Schweinegrippe - wie ich bereits in einem vorhergegangenen Artikel erwähnt habe - zu einer Mediengrippe geworden. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht erfahren, dass schon wieder 1,75 Menschen an diesem Teufelsvirus gestorben sind. Ob diese Menschen auch ohne die Schweinegrippe gestorben wären, wissen wir nicht, schliesslich berichten die nationalen und internationalen Nachrichtendienste nicht darüber, wenn irgendjemand an irgendetwas auf dieser Welt stirbt, nur dann, wenn der Verdacht bestand, dass es mit einer Pandemie zu tun haben könnte. Dies merken nun auch die Konsumenten und Mitbürger, die Patienten und Risikogruppen.
Uns ist es dank dieser allgegenwärtigen Medienpräsenz der Schweinegrippe nun mittlerweile schon egal, wenn wir an einem H1N1-Virus erkranken, schliesslich sind wir Menschen, die Grippe ist uns bekannt und den Meldungen in den Nachrichten über die Schweinegrippe glauben wir nicht mehr. Wir sind skeptisch geworden, trauen keinem Verbreiter dieser Nachrichten mehr über den Weg und vermuten eine Verschwörungstheorie, einen "Geheimplan Schweinegrippe" hinter den ganzen Schreckensnachrichten, sogar eine mafiöse Verschleierung der Tatsachen; erfunden, ausgelöst und verbreitet durch Fernsehanstalten, Zeitungshäuser und mutigen Drittklassreportern. Nun haben die Leute die Nase voll von der Grippe. Die Schweinegrippepanik ist eine Sauerei sondergleichen. Die Kranken, Gesunden und insbesondere die sogenannten Risikogruppen wehren sich nun gegen die schweinische Volksverhetzung.


Vor nicht all zu langer Zeit streikten hier bei uns die Ärzte, die Krankenschwestern und Gesundheitspfleger. Sie wollten mehr Lohn für ihre Arbeit, was sonst. Andersrum geht es aber auch. Nun streiken hier nämlich die Patienten. Sie haben genug von der bewussten Irreführung der Bevölkerung, sie wollen keine Schweinegrippe-Meldungen mehr hören und sie setzen sich zur Wehr für die geimpften Geschwächten. Die Verkaufszahlen von Einwegplastikhandschuhen sinken rapide in den Keller,  niemand trägt mehr einen Mundschutz und sogar der Verkauf von Papiertaschentüchern ging zurück. Der Impfstoff wäre nun eingetroffen und genügend vorhanden, jedoch werden die Arztpraxen-Wartezimmer, die noch vor wenigen Tagen überfüllt waren, nun nur noch von hypochondrischen Seniorinnen besetzt, alle anderen wollen sich gar nicht mehr impfen lassen. Schliesslich haben wir ein Recht darauf, auch einmal krank zu werden und nun will man uns mit einer ominösen Tamiflu-Impfung auch noch ausgerechnet gerade diese 2 Wochen im Jahr nehmen, in denen wir von der Arbeit befreit werden, weil wir krank, aber gemütlich im Bett liegen (dürfen), um uns zu genesen. Fertig mit der Panikmache: Die Krankenhäuser sind leer, abgesehen vom Pflegepersonal. Diese lungern nun mit ihrem höheren Lohn auf den menschenleeren Gängen rum, vergnügen sich in den unbesetzten Spitalbetten, trinken Kaffe und hoffen regelrecht darauf, dass jemand einen Herzinfarkt bekommt, damit endlich wieder Leben in die Bude komme... Die Patienten, die nun keine mehr sein wollen, verlassen fluchtartig die Krankenbetten der Spitäler und wollen ambulant vom geliebten Partner umsorgt werden. Eine Hühnersuppe hat noch immer Wunder vollbracht, sogar während der Vogelgrippezeit.

In kurzer Zeit wurde der Geimpfte vom Star zum Weltuntergangsprediger. Deutlich zu Ohren gekommen ist es mir neulich im Bus. Da stand mitten im Gang ein junger Mann, der wie wahnsinnig hustete, ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Eine ältere Dame, die gleich neben ihm sass, schaute ihn stets sehr skeptisch an. Auf ihre Blicke hin, fühlte sich der Hustende aufgefordert, ihr zu erklären, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, denn: "Schliesslich besteht bei mir keine Ansteckungsgefahr mehr. Ich habe mich erst kürzlich gegen den H1N1-Virus impfen lassen, wissen Sie?!"  Die ältere Dame erschrak und entgegnete ihm schlagfertig: "Sie Schwein!"


In diesem Sinne: "Do I can cancel the immunization?"


Kommentiere diesen Post