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Poetenblog? Nicht mehr da!

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Schweinachtszeit ist Krippezeit!

Veröffentlicht am 8. Dezember 2009 von WORTlieb mARTin in Satire

Schweinegrippe auch bei Haustieren?
Nachdem wir alles tun, um von der ach so fürchterlichen Schweinegrippe verschont zu bleiben, denken wir kaum an unsere Liebsten. Zwar kaufen wir dem treuesten Freund des Menschen sogar einen eigenen Zahnputzknochen, die Katze verwöhnen wir mit ihrem eigenen Mineralwasser, unsere Vierbeiner werden sogar eingekleidet - von Regenmäntelchen bis hin zu mit Swarovski-Steinen besetzten Schnee-Pantöffelchen oder schicke Ohrwärmer - all dies gönnen wir zwar dem geliebten Haustier. Jedoch keine Spritze. Amerikaner haben sogar daran gedacht, einen eigenen Radiosender für Goldfische zu gründen, da speziell Goldfische extrem Lärmempfindlich sind und bereits nach zehn Minuten Lärm oder lauter Musik schwersthörig werden können. Dieser Sender spielt leise Musik, vorzugsweise aus der klassischen Sparte und natürlich mit einem sanften Rhythmus, der den Herzschlägen der Goldfische ähnlich ist. So ist garantiert, dass kein Goldfisch sich je dem Stress aussetzen muss, gehörlos zu werden. Genauso, wie viele Menschen nicht daran dachten, dass auch Goldfische Stress empfinden können und sogar Ohren besitzen, - (und da sagt man immer, die Amerikaner seien dumm) - genauso wenig Menschen haben daran gedacht, ihr Haustier impfen zu lassen gegen die saumässig schlimme Ferkelgrippe, nicht einmal die Schweine selbst wurden geimpft. Dies ist  ein Skandal - um nicht zu sagen eine Sauerei - sondergleichen. Nach dem Minarettverbot in der Schweiz wollen wir nun also auch die Hundeimpfung & Co. verbieten oder zumindest vermeiden, da die Haustiere offensichtlich auch zu einer Minderheit gehören...

Schweineschwänze statt Schleierschwänze!

Ich gebe zu, anfangs dachte ich ja auch nicht an meine Haustiere. Es sei dem aber nicht so, weil sie mir wenig oder zu wenig bedeuten, sondern ich dachte schliesslich nicht einmal an mich selbst. Da ich schliesslich auch nicht geimpft bin, habe ich mich nicht darum gekümmert und hier im [Poetenblog] sogar noch meine Spässe darüber getrieben. Nun ist es aber soweit, dass ich mir ernsthafte Gedanken mache. Das Wasser in meinem Aquarium ist grün und dies sieht aus wie Gift. Punkt. (Hier zitiere ich gerne einmal einen guten Freund namens Qrt, der sich aus den besagten giftigen Gründen bei einem Projekt weigerte, grünes Wasser zu machen). Meine edlen Prachtsgoldfische aus wohlbehüteten Koifamilien mit Stammbaum aus einer Direktzucht aus Japan verfärben sich zunehmends und schimmern nun nicht nur mehr rosa, sondern sie sind es mittlerweile. Ihre wundervollen Schleierschwänze, die sie sonst wie ein Fächer umgeben, kringeln sich und statt "Blubb" sagen sie bloss noch "Oink".

So eile ich gleich morgen in den "Do-It-Yourself-Drug-Store" und kaufe mir eine Überdosis Tamiflu - inklusive Spritze und Bedienungsanleitung zur Selbstinjektion. Die eine Hälfte werde ich mir in die Venen rammen, die andere Hälfte des Serums träufle ich - tierliebend wie ich nun einmal bin - in das Aquarium selbst. Denn meinen Fischen soll es weder schlechter noch besser gehen als mir selbst.

In diesem Sinne: "Scout your Pet!"



So sieht einer meiner original-japanischen Edel-Teleskopaugen-Schleierschwanz-Prachts-Goldfischen aus mit Verdacht auf Schweinegrippe. Bevor sich nun aber wieder weichgespülte, angebliche Tierschützer  und durchnässte, unwissende Aquarienzuchtfisch- schützerinnen melden, sei hier noch anzufügen, dass ich zur Zeit auch nicht viel anders aussehe...
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Paramantus 12/12/2009 14:34


Hey, ist doch nur fair... ;)