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Poetenblog? Nicht mehr da!

Wir wollten mal was Neues, was Besseres, auf WordPress: http://wortliebling.com

Ode an Rodrigo de Jérez!

Veröffentlicht am 13. Oktober 2009 von WORTlieb mARTin in Oden

An die Artikel "Über das Rauchverbot, die Fanatiker und die Geniesser" und "Der meistgehassteste Mann Europas unserer Zeit" denken wir anknüpfend weiter und schliessen dieses Thema vorerst mit dem folgenden Artikel ab, denn:

Die Rauchgenuss-Ära ist vorüber, aber die Rauchkultur...die bleibt!

Der Konsum von Tabak und tabakähnlichen Pflanzen weist auf eine lange Tradition zurück, auf die unsere ganze Kultur aufgebaut ist. Unsere gesellschaftliche Kultur macht aus dem rauchenden James Dean ein Idol und ohne die Cigarette wäre Alain Delon nicht das, was er für uns ist. Ohne den Tabak wären wir nie sexy angetan gewesen von den Lippen Dietrichs, wie sie kess am verlängerten Zigaretten-Mundstück nippte, während sie sich den blauen Engel mimend von Kopf bis Fuss adrett bewegte und was wären wir ohne Audrey Hepburn's rauchendem Auftritt in "Breakfast at Tiffany's" oder ohne Humphrey Bogarts gesamtes Filmwerk ohne den Tabak...

 

Was ist ein französicher Rotwein ohne eine Gauloises, ein vornehmes Glas Single Malt ohne das raue Wechselspiel einer kubanischen Cohiba...was wäre der Jazz ohne den Rauch, wie wäre die Atmosphäre im Klub...Was wären wir ohne Freuds 20 phallusartigen Zigarren, an denen er nur zugerne täglich herumnuckelte und was hätten wir ohne Sir Isaac Newton, dem passionierten Pfeifenraucher, der in seiner Verschusseltheit auch schon mal den Finger seiner Verlobten zum Stopfen seiner Pfeife verwendete... Oder wie hätten die Indianer Frieden geschlossen, ohne Pfeifentabak und wie hätten Azteken etwas geweiht, wie Medizinmänner etwas geheilt ohne den blauen Dunst, was wäre das Abendland und das Morgenland ohne die Wasserpfeife, die Zigarre oder den Rauch...


Was wären die Existenzialisten ohne die Selbstgedrehte, was hätte Hemmingway geschrieben ohne seinen "Death in the Afternoon" und seinen Glimmstängeln, wie wäre Mark Twain, der schon 100mal aufgehört hat, zu rauchen, wie wäre er wohl durch die Welt gesegelt ohne den ständigen Begleiter Tabak und was hätte Herr von Goethe gehascht oder all die anderen tragenden Schriftsteller, wenn nicht vom Kraut des Kauens, Schnupfens und des Rauchens...


Sogar Popeye, der alte Pfeifenhascher, ist auf seiner Seite...doch Lucky Luke wurde des Rauchens in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts überdrüssig, seitdem kaut er auf einem Strohhalm rum...aber was wäre Columbo ohne sein Glasauge, ohne seinen Trenchcoat, ohne sein Auto, ohne seinen Hund, ohne sein ewiges wieder Zurückkommen und ohne seine Zigarre....was wäre Sherlock Holmes ohne seine gestopfte Pfeife, manchmal rauchte er sogar des Opiums...und was wären wir, wenn der Tabakhandel kein Standbein der Kolonialisation gewesen wäre...Wären wir anders, hätten wir keine Willy Brandts, keine Churchills, der die "Göttin des Nikotins angebetet" hat, wären wir anders, hätten wir keine Che Guevaras, Schröders und Villigers gehabt?


Es wäre nicht unsere Kultur, nicht unsere Tradition, nicht unsere Vergangenheit!


Wir wären nicht uns...nicht wir!


In diesem Sinne: "We are a smoking culture!"

NICHT VERGESSEN:
Morgen, 15. Oktober, 15.15 Uhr:

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