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Der PoetenBlog begleitet mich auf meinen sur- und subrealen Reisen. Als augenzwinkernder Poet und Dramatiker begebe ich mich gerne genüßlich im Klubseßel - mit einem halbvollen Glas und einer Selbstgedrehten in der Hand - auf eine gedankliche Odyssee... Für Sie als irreale Nachlese bereitgestellt.

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Monday, 21. march 2011 1 21 /03 /März /2011 22:01
- von WORTlieb mARTin

thor Diesen Herrn links kennen wir nicht nur aus der nordischen Mythologie, sondern auch aus der fantastischen Comicwelt von Marvel: Thor. Er wird zur Strafe vom Göttervater Odin auf die Erde verbannt, wo er ohne Erinnerung an seine wahre Herkunft und Bestimmung als behinderter Dr. Don Blake lebt. Erst als er durch Zufall seinen mystischen Hammer "Mjolnir" findet, erlangt er seine Erinnerung und seine Kräfte als Donnergott wieder. Thor ist in der Comicwelt ein Superheld, sowie ein Superschurke. Er wechselt die Seiten, wie es ihm gerade passt. Er tritt der Superhelden Vereinigung "Avengers" ('Die Rächer') bei, wechselte dann aber immer wieder auf die böse Seite und kämpfte gegen die X-Men. spider.gif

So können Sie sich einen Zyniker vorstellen. Richtig eingesetzt kann eine zynische Bemerkung wie ein Hammer ihre Wirkung hinterlassen. Wahrer Zynismus ist jedoch kein bitterer Spott, sondern eine Haltung, die zentrale Normen und Moralvorstellungen verwirft und für lächerlich hält. Der Seitenwechsel ist dem Zyniker daher bekannt. Er ist schliesslich nicht hier, um die Welt zu retten. Der Zyniker sieht sich selbst als verschmähten Halbgott, der verdammt ist, unter Menschen ein unwürdiges Leben zu führen. Von oben herab behandelt er eben auch seine Gegner und das  können - wie bei Thor - alle sein.  Andere sehen die Zyniker wiederum als echten Superhelden wie hier rechts dargestellt.

Wenn Sie sich mit dieser fantastischen Erklärung nicht zufrieden geben, dann müssen Sie unbedingt die PoetenBlog-Artikel zum Thema Zynismus & Kynismus lesen.


venom_-Kopie-1.gif Venom - das Gift, die Bosheit - ist ein schwarzer, gallertartiger Schleim außerirdischer Herkunft, ein Parasit. Er erhöht die Kräfte und Fähigkeiten seines Wirten. Spiderman selbst bringt ihn aus der Welt der Beyonder mit, um seine Kräfte zu verstärken. Er merkt erst später, dass dieser Parasit eben auch Intelligenz besitzt und sich mit ihm verschmelzen will. So konnte Venom die Eigenschaften seines Wirten übernehmen und kann aus diesem Grunde alles, was Spiderman auch kann, ebenso seine Gestalt ähnelt der von Spiderman, nur in schwarz. Außerdem wird er von Spidermans "Spinnensinn", der ihn frühzeitig bei Gefahren warnt, nicht wahrgenommen. Venoms neuer Wirt konnte sich nicht gegen die Verschmelzung wehren und wurde somit zum Erzfeind Spidermans. Interessanterweise tritt hingegen in der Batman-Reihe ein Schurke namens Bane auf, der übermenschliche Kräfte besitzt, weil er die Droge "Venom" konsumiert...

Venom gleicht einem Anhänger des bösen Zynismus, einer fiesen Unterkategorie dieser Humroart. Der böse Zynismus ist ein schwarzer Klon des Zynismus selbst. Die Schattenseite des Genies oder sozusagen der Mister Hyde des Doktor Zynismus'. Aber selbst für uns Superheldenschurken gibt es eine Grenze. Wenn Sie anhand der Spiderman-Venom-Parabel immer noch nicht wissen, wo diese Grenze genau verläuft, dann sollten Sie unbedingt das treffende Anführungsbeispiel zum Unterschied zwischen dem guten und dem bösen Zynismus im Artikel meiner Blog-Kollegin Vivienne Vernier lesen.



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Ebenfalls zu der Gruppe der Zyniker gehört auch der heutzutage immer öfters erscheinende Wirtschaftszyniker, hier links wunderbar dargestellt als den DC-Comics-Bösewicht und Supermans Erzfeind Lex Luthor. Als seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen, erbte er als Kind drei Millionen Dollar. Er besitzt zwar keine Superkräfte, aber mit seinem Genie und Reichtum versucht er, die Weltherrschaft an sich zu kaufen. So machen es auch die Wirtschaftszyniker, die ebenfalls in diesem Kapitel angeführt sein müssen, aber zum bösen Zynismus gehören. Diese moderne Form des Wirtschaftszynismus ist verbreiteter als zuvor angenommen. Grossbanken dürfen sich seit dem 1.7.2009 sogar als Ausbildungszentren in dieser Diszilpin ausweisen. Von der Arbeitsagentur werden berufslose Banker nun als Kabarettisten an Kleinkunstbühnen und als Berufszyniker an den Zirkus vermittelt. Die armen Bankiers ohne Job verenden in Spielcasinos, um das Gefühl der Börse wieder spüren zu können. Oder Sie treten wie Copperfield vor 80 Tausend Menschen auf, die je 120 Eintrittsgeld bezahlten und bedanken sich erstmal dafür, dass Sie, wertes Publikum, ihn reich machen. Aber nicht nur an der Börse oder im Welteroberungsforum findet man diese Gattung des Humors, sondern auch auf dem Buchmarkt. Ein Selbst-Hilfe-Buch hilft dem Autoren bestimmt, dem Leser hingegen nicht zwangsläufig.

Das Wirtschaftszynismus-Prinzip:

Titel des Buches:
"Wie werde ich Millionär?"

Inhalt:
Kaufen Sie dieses Buch und ich werde zum Millionär

Danke, Ihr
Lex Luthor

Ein reales Beispiel eines Wirtschaftszynikers gefällig? - In diesem Sinne: Bitteschön:

 

 

 

 

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