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Humor: Sarkasmus und Sardonismus

Veröffentlicht am 17. März 2011 von WORTlieb mARTin in Humor

drmorbius.gifHier haben wir das exakte Abbild eines Sarkasten. Sarkasmus ist böser Hohn, mit der - im Gegenzug zu der Satire - auf verletzende Weise eine andere Meinung oder Person kritisiert oder verhöhnt wird. Ebenfalls entgegen der Ironie, welche den feinen Spott darstellt, ist der Sarkasmus purer, beissender Spott. Sarkasmòs ist ein latinisiertes, grieschisches Wort und bedeutet soviel wie "die Zerfleischung". Dieses Wort stammt widerum vom altgriechisch "sarkazein" ab, was „sich das Maul zerreißen, das rohe Fleisch zerfleischen“ bedeutet. Sarkasten sind also definitiv keine Vegetarier und schon gar keine Veganer. Im Gegenteil. In dieser Superheldenschurken-Parabel des PoetenBlogs-Humorlexikons wird der Sarkast hervorragend interpretiert durch Dr. Morbius links im Bild. Er litt an einer seltenen Blutkrankheit, was ihm natürlich auch einen Humor verleiht, der im Schmerz gründet. Um sich zu heilen, beginnt er eine selbstentwickelte Therapie mit echtem Vampirblut  und Elektroschocks. Sie werden schon gemerkt haben, was die Konsequenz davon war... Dr. Morbius kämpft aber nicht nur gegen Spiderman, sondern gegen das halbe Marvel-Universum, gegen die X-Men, die menschliche Fackel, die Fantastic Four und gegen Lizard. Zudem kann Morbius auch fliegen, aber eben nur mit dem Wind. Der Sarkast verhält sich genauso.

 


the_scarecrow.gif

Scarecrow besitzt keine Superkräfte, aber der Feind Batmans kann durch selbstgebraute Psycho-Drogen heftige Angstattacken auslösen. Das Pendant hierzu wäre also der Sardonismus... Vielleicht bemerken Sie den leicht aggressiven Unterton in seiner Stimme. Meist ist dieser Unterton aber gegen sich selbst gerichtet, denn davon lebt der Sardonist. Er kann wie der Scarecrow ebenfalls Psychosen bei seinen Mitmenschen auslösen. Andererseits kann der Sardonist durch das Niederstellen seiner Selbst damit auch das Gegenteil bewirken. Der Sardonist (denken Sie nicht an einen Sadisten?) ist nicht spöttisch, sondern grimmig und schmerzerfüllt. Sardonismus wird als Gelächter übersetzt, so ist Selbstspott oder Eigenhohn den Sardonisten, von denen es leider viel zu wenige gibt, nicht fremd.  Der Ursprung des Sardonismus liegt in Sardinien, wo ein Brauch bestand, dass alte Menschen getötet werden müssen, um der Gesellschaft nicht zur Last zu fallen. So wurden sie ermordet und zwar unter schallendem Gelächter. So war jede Hinrichtung ein schmerzvolles Freudenfest, wie es der Sardonist heutzutage jeden Tag erleben darf...

 

In diesem Sinne: "Sie haben was besseres verdient!" 

 


 

 

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