von WORTlieb mARTin
Der intellektuelle Humor ist meist schwierig verständlich, da die Intellektuellen ihre äussere Form,
insbesondere ihre Gesichtszüge unter strengster Kontrolle haben. Ohne Mimik muss sein Gegenüber mit reinem Intellekt erraten, ob dies nun ein Witz war oder purer Ernst. Ein schönes Witze-Beispiel
dafür, wie ein Hirn mit intellektuellem Humor denkt: 'Eine Frau kommt zum Psychiater und sagt: "Mein Mann denkt, er sei ein Pferd." Der Psychiater: "Eins kann ich Ihnen sagen, diese
Behandlung wird teuer.." (Ein Intellektueller lacht bereits hier und denkt, der Witz sei zu Ende) Daraufhin die Frau: "Geld spielt keine Rolle, er hat schon drei Rennen gewonnen!"'
(Hier lacht der Intellektuelle nicht mehr. Seine Variante des Witzes fand er besser).
„An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der
Humor.“
- Werner
Finck
Der subtile Humor besteht im Wesentlichen darin, dass man in sich hinein
lacht, für sich selbst der beste Unterhalter ist. Der subtile Humor beherrscht viele Humorarten, findet er deshalb oft in guten Theaterstücken Verwendung. Hier dienen z. B. Anton Tschechow und
Curt Goetz als Anführungsbeispiele. Diese Humorart wird im Privatleben durch ihre enorme Bescheidenheit leider oft missverstanden und als 'psychopathisch' interpretiert. Hierzu gehört auch ganz
klar der Esprit der Ellen DeGeneres (TV-Serie "Ellen"). Der Anwender des subtilen Humors will nicht im Mittelpunkt stehen und andere unterhalten, er will für sich allein ein Gläschen Champagner
öffnen und beschwippst dem täglichen Treiben zusehn, alleine und still dabei kichern.
In diesem Sinne: "Antworten Sie nicht auf die leisen Stimmen in Ihrem Kopf; darauf warten Sie doch bloss..."
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