Saturday, 17. march 2012
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von WORTlieb
Der von Völkerverständigung spricht, der spricht von Freundschaft und von Toleranz. Globalisierung jedoch entspricht nicht immer
diesen Voraussetzungen, zumal die globalen Mächte dafür ungeeignet verteilt sind. Eine Macht jedoch kann nicht globalisieren und für andere sprechen, sondern eine Macht unterdrückt stets. Globalisierung kennen
wir; vereinigte Nationen, vereintes Europa, Grössenwahn, Wirtschaftskrisen und Krieg bedeutet sie. Doch kommt heutzutage eben auch eine Globalisierung zustande, die nicht auf Krieg und Diktatur
gestützt ist, sondern auf Wirtschaft und Kultur. So befürworte ich die Globalisierung der Antike. Statt mit finanziellen Interessen zu politisieren, geht es in der Globalisierung der Antike
darum, mit kulturellem Hintergrund zusammen zu philosophieren, um gemeinsame Problematiken auch gemeinsam aus dem Weg schaffen zu können.
Eine Lebenseinstellung der idealen Form besteht darin, sich die poetische Philosophie der alten Griechen anzueignen. Hinzu käme dann
noch die philosophische Poesie des Judentums. Natürlich auch die Dramatik der Griechen und Juden. Um sich aber auch seiner und jener anderen Rechte bewusst zu werden, darf die Gesetzeslogik der
Römer nicht vergessen gehen und damit die Paragraphen auch lesbar sind, auch die Zahlen der Ägypter und die Schrift der Lateiner. Angefügt sei noch die Sprache der Germanen und
deren Bier für das geistige Wohlbefinden, sowie den Wein der
Südamerikaner, die Drogen wie Tee, Haschisch oder Kaffee der Marokkaner und der Türken, sowie deren kämpferische Art, wobei die Gewaltlosigkeit der Tibeter nicht fehlen darf. Für das geistliche
Dasein lerne man die Spiritualität der Inder und für das körperliche Wohl kommt hier noch die Medizin der Chinesen und das Naturwissen der Indianer, Azteken, Mayas und Inkas hinzu, sowie die
Alchemie der Asiaten. Für die Wirtschaft benötige man den Handelsbrauch, den Tauschhandel, das Feilschen und die Kauftaktik des Nahen Ostens. Damit bei all diesen Philosophien die Gelassenheit
nicht verloren geht, lerne man von den Afrikanern und steigert seinen Überlebenstrieb wie die Inuits. Für die schönen Töne sorgt die Musik von allen Völkern, die Betonung und Benotung spiele hier
keine Rolle. Die nordische und griechische Mythologie soll dann das Märchen- und Lehrbuch zugleich sein. Weglassen bei dieser Globalisierungstheorie müsste man allerdings den Glauben,
beziehungsweise die Religionen. Ansonsten wird wieder jede Philosophie von dieser globalen Macht eingenommen. Ganz einfach. Wer es noch einfacher will, sollte sich ein Beispiel an den Tieren dieser Erde nehmen.
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