Tuesday, 7. september 2010
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von WORTlieb mARTin
"Schana tova u'metuka, k'tiva ve chatima tova!" wünscht man sich zum heutigen, jüdischen Neujahr - oder einfach kurz: "Schana tova!". Wie zu allen
Festtagen geht natürlich auch ein einfaches: "Chag Sameach" (Frohes Fest). Rosch HaSchana, was übersetzt bedeutet: "Haupt des Jahres", ist ein zweitägiger, Hoher Feiertag. An Rosch Haschana
wird kein scharfes oder mariniertes Essen serviert und keine Gerichte mit dunkler Farbe, denn das kommende Jahr muss heiter und süß sein; so wird auch der Tisch feierlich gedeckt. In der Mitte
des Tisches befinden sich Symbole der Fruchtbarkeit: Äpfel, Honig, Granatäpfel, Datteln, rote Bete, Möhren, etc.
Man tunkt ein Stückchen Apfel in Honig ein und sagt: „ Das kommende Jahr soll süß sein“. Man geniesst den Granatapfel und murmelt dabei: „Sollen wir so viel Verdienste haben, wie ein Granatapfel
Kernen hat“. Es wird auch Fisch serviert - unbedingt mit dem Kopf: „Damit wir den Kopf nicht verlieren“. Zu Rosch HaSchana werden laut Talmud drei Bücher geöffnet, die das Volk in drei Kategorien
einteilt:
Zaddikim - die vollkommen Gerechten,
die sofort ins Buch des Lebens eingeschrieben werden.
Benonim - die Mittelmäßigen,
denen innerhalb von 10 Tagen eine letzte Chance zu Buße und zum Bereuen gegeben wird.
Rascha'im - die vollkommen Bösen,
die vom Buch des Lebens ausgeschlossen werden und das Siegel des Todes erhalten.
Nach den zehn Busstagen folgt dann der große Versöhnungstag, Jom Kippur. An dem Tage wird das Urteil über den Menschen in einem dieser Bücher niedergeschrieben.
Deswegen wünscht man sich in diesen Tagen zwischen Rosch HaSchana und Jom Kippur:
"LeSchana Towatekatewu!"
Zu einem guten Jahr möget Ihr eingeschrieben werden!
...und einen schönen Neumond, wünsch ich allen!
In diesem Sinne: "Happy 5773!"
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Marginalien, bunt.