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Michael Jackson: Der König ist tot! Ohjeohje!

Veröffentlicht am 27. Juni 2009 von WORTlieb mARTin in Oden

Es war Donnerstagabend gegen halb zwölf Uhr, ich setzte mich hin, wollte einen Blogartikel schreiben, als im Radio die Meldung kam, dass Michael Jackson gestorben sei.  Zuerst dachte ich: "Endlich!" und kurz darauf: "Ohje!". Endlich ist der King of Pop - und somit hoffentlich auch der Pop selbst - tot. Ich diene nämlich keinem König und seitdem der Godfather of Soul James Brown gestorben ist, muss ich auch vor keinem Rock'n'Roll-King Elvis oder monarchischen Häuptling irgendeines Pops den Hofknicks machen und das tut gut. Wenn der König - und ich denke es ist der letzte adlige oder religiöse Titel in der Pop- und Rockgeschichte - wenn der letzte König gefallen ist, dann sind wir FREI! Wir konnten uns aus der Knechtschaft der Musikindustrie befreien! Der Tod vom King befreite uns aus der Sklaverei der industrialisierten Musik! Machen wir uns nun vierzig Jahre lang auf die Suche nach einer neuen Musik, eine Musik in der Melodien und Töne fliessen, eine Musik für uns allein, für uns alle, sie gehört nun uns, Freunde, nicht dem Musikbussiness und dem Industriediktat, uns gehören nun die Charts, wir dürfen wählen, frei wählen, was wir hören wollen in den Hitparaden, denn der König ist tot!

Schliesslich hat man über den Tod von James Brown auch kein grosses Aufsehen erregt, beim unvergesslichen Musiker Ike Turner konnte man gerademal eine kurze Notiz in der Zeitung finden und da der letzte Papst zur selben Zeit gestorben ist wie Harald Juhnke, hat man auch von Harry's Tod kaum Notiz genommen. Und bei Michael Jackson war es ja absehbar, niemand konnte sagen, er wäre überrascht von seinem "frühen" Tod. Schliesslich hat Michael Jackson -  er war übrigens ein guter Freund von mir und meinen Kindern  (sie nannten ihn immer liebevoll Meikel) - sein Comeback angekündigt und dies bestand eben nicht darin, auf Tournee zu gehen, sondern in den AllStars-Music-Diva-Himmel aufzufahren und unsterblich zu werden, mit Louis einen Drink zu schlürfen und mit Beethoven nach Las Vegas zu fliegen.. Sein Tod ist eher eine Befreiung als ein Drama; es wirkt befreiend und ungemein lösend! Die einen können nun viel Spendengelder  mit der Ausnützung der Todespanik machen, indem sie Plakate, CDs, Best of's, Very best of's, T-Shirts und Bettwäsche verkaufen oder Reisen nach Graceland - pardon - Neverland anbieten können und dazu gibt es noch ein Eis am Stil in Form von Michael Jacksons Gesicht...zum Selberschlecken. Die anderen können dafür seit vielen Tagen wieder einmal so richtig weinen und sich in der Öffentlichkeit und im Fernsehen völlig gehenlassen und bedeppert durch ihre Trauer sich auf dem nassen, vollgeweinten Boden wälzen und der ganzen Welt  zeigen, wie doof dass Trauer sein kann.  Oder umgekehrt: Wie traurig dass Doofe sein können. Das erreicht man nicht bei einem lausigen "SuperStar"-Casting, das gibt es nur, wenn die Mauer fällt. In diesem Fall ist die Mauer eben Michael Jackson.  Ich erinnere mich an diese bröckelnde Mauer zurück als einen kleinen 5 bis 12jährigen, schwarzen Knaben mit Afrolook, der von seinen Brüdern begleitet soulige Klänge in die Zeit hineinbrachte. Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen - sagt man, aber man sagt auch: "Besser spät als nie!", also..

Ein weiteres gutes Wort finde ich noch für den selbsternannten Gekrönten der populären Volksmusik: Ich muss sagen; ich bin sehr froh darüber, dass unser Meikel endlich erlöst wurde; ich hätte mir das nicht mehr lange anschauen können; dieser Verfall eines Menschen, der zudem nicht einmal Lepra hat, kann ich einfach nicht dulden - und niemand hat etwas getan, alle haben auf diesen Meikel geschaut, aber niemand hat ihm geholfen! Wäre er ein lahmendes Pferd gewesen, hätte man ihn doch auch von seinem Leid erlösen wollen...

Da YouTUBE beinahe sämtliche Jackson-Videos zum Einbetten gesperrt hat, welche die Gefühle von Jackson-Fans verletzen könnten, war es ziemlich schwierig, doch noch etwas Schönes in Gedanken an den grossen, grossen Künstler, den Thriller höchstpersönlich, zu finden und im Anhang gibt es erst noch ein dickes Busserl für Enimem:

Über das schicke Dicksein sprechen wir dann nächste Woche, wenn Sie die Todeshysterie von Michael Jackson verdaut haben...

In diesem Sinne: "I'm bad!"
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J-A-C-K-O 07/08/2009 18:14

LANG LEBE MICHAEL JACKSON - THE KING OF POP AND MY WORLD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Sackoträger 07/01/2009 13:32

ja stimmt! die QUEEN gibts ja auch nicht mehr... WIR SIND FREI!

Paramantus 07/01/2009 01:19

Der gute alte Michael... Eigentlich ist er ja schon vor über 10 JAhren gestorben. Was danach kam, hatte irgendwie nichts mehr mit dem "frühen" Michael gemeinsam...

traurige Svenja 06/29/2009 15:27

Michael Jackson war und ist der grösste! Er ist der King! Das ist ganz ein doofer Blog hier, man macht sich nicht lustug über Michael!

Liza-Marie 06/29/2009 11:10

es gibt keinen king mehr, niemehr, niemals, nur noch prinzessinnen wie liza marie presley, die hatte ja wohl beide kings für sich um den finger gewickelt...