Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
Poetenblog? Nicht mehr da!

Wir wollten mal was Neues, was Besseres, auf WordPress: http://wortliebling.com

Lesen Sie die Packungsbeilage.

Veröffentlicht am 13. April 2009 von WORTlieb mARTin in Konsum

Was wären wir ohne unsere Medikamente! Mein Arzt hat mir eine Tablette verschrieben gegen Blähungen mit dem Namen "Pupsaus". In der Packungsbeilage stand, dass die Nebenwirkungen Kopfschmerzen hervorrufen könnten. So war es auch. Also nahm ich eine "Brumm"-Pille gegen Kopfschmerzen, welche jedoch - so die Beilage - aufputschend wirke, also musste ich mir noch eine Pille für den Schlaf besorgen. Die Apothekerin erklärte mir aber, dass diese "Ko&Ok"-Schlaftabletten nicht geeignet seien für Menschen mit hohem Blutdruck und verkaufte mir also auch noch das blutdrucksenkende Mittel "Blooddown". Bei den Nebenwirkungen im Beipackzettel des Blutdrucksenkers las ich, dass durch dieses Mittel meine sexuelle Lust beeinträchtigt werden kann. So bestellte ich mir aus dem Internet diese blauen "Stehauf"-Pillen, um die sexuelle Fähigkeit wieder zu erlangen. Diese wirkten aber nebensächlich auch mit grossem Schwindel. Da ich das nicht gebrauchen konnte, besorgte ich mir noch schnell das Mittel "Schwindelfrei" gegen den ganzen Schwindel, doch auch dieses Medikament hatte Nebenwirkungen: Am häufigsten zu beoachten war eine Niedergeschlagenheit.

Also auf zum Psychiater, um mir das Antidepressiva "Smileeverydayevenwhenyounotliketosmile" verschreiben zu lassen, welches Übelkeit zur Nebenwirkung habe. So kaufte ich mir im Drogieriemarkt noch ein Zäpfchen gegen Brechreiz mit dem Namen "Kotznid", was eine allgemeine Appetittlosigkeit zur Folge hatte. Ich fragte also meinen Arzt oder Apotheker und liess mir ein Mittel zur Steigerung des Appetites - "Masthänsel" - andrehen. Nebenwirkung: Juckreiz. Ich salbte mich also mit der Creme "Kratzade" ein, um den Juckreiz zu verhindern und tatsächlich: der Juckreiz war wie weggeblasen, dafür hatte ich aber einen Ausschlag. Die Drogistin meines Vertrauens beriet mich und empfahl mir das Dragée-Medikament "Wegpustel", welches zwar den Ausschlag verringern sollte, aber genausogut auch Nervosität verursachen könnte. Ich würde diesen Blog wohl nicht schreiben, wenn mich nicht auch diese Nervosität überkommen hätte.

Also ab zum Neurologen, der mir das Medikament "Blanknerv" mitgab, welches die Nerven beruhigt. Leider löste dieses Neuroleptika eine Lustlosigkeit am Ego-Shooter-Spielen aus und so nahm ich eine "Counter-Strike"-Kapsel. Die Nebenwirkungen bei "Counter-Strike" sind aber auch nicht zu übersehen. So konnte ich zwar wieder die Fähigkeit Ego-Shooter-Games zu spielen erlangen, jedoch überkam mich dann eine starke Aggression. Der Seelendoktor verschrieb mir daraufhin den Tranquilizer "Zahm forte" und ich wurde wieder ruhig, bekam jedoch ein Ohrensausen. Nochmals ging ich zu meiner persönlichen Drogenabgabestelle - der Apotheke - und erwarb mir das Mittel "Ohrfrei akut" gegen das lästige Ohrensausen. Kaum hatte ich kein Ohrensausen mehr, bemerkte ich, dass ich Schüttelkrämpfe habe, womöglich von den Nebenwirkungen dieses Anti-Ohren-Sausen-Medikamentes hervorgerufen.  Gegen Schüttelkrämpfe hatte ich noch ein Mittelchen in meiner Hausapotheke: "Twist oral"-Tropfen. Wie sollte ich wohl Tropfen sonst einnehmen, wenn nicht oral? Diese jedoch kaum eingenommen, bekam ich Durchfall und liess mir vom Arzt eine Verstopfungspille namens "Nixraus" gegen Durchfall verschreiben. Die Nebenwirkungen dieses Medikamentes riefen jedoch Fieber hervor. Gegen Fieber musste ich eine "Cooldown"-Fiebertablette schlucken und bekam Blog-Hemmungen. Gegen die Blog-Hemmung nahm ich wiederum eine Pille - die sogenannte "Schreibdrauflosauchwennsniemandliest"-Pille. Natürlich las ich auch hier den Beipackzettel - wie vom Arzt, Apotheker und der Werbung geraten - und  erfuhr, dass der Anti-Blog-Hemmer mir auch eine Halsentzündung bescheren könnte. Gegen die Halsentzündung träufelte ich mir ein paar Tropfen des Arzneimittels "Rickchola K" ein, welche aber Vergesslichkeit zur Nebenwirkung haben.  

Am Ende der Zwölf-Tage-Kur wusste ich zwar überhaupt nicht mehr, weshalb ich all diese Arzneidrogen zu mir nahm, aber ich beschloss aus irgendeinem mir nicht mehr erklärbaren Grund, das nächste Mal, wenn ich Blähungen habe, einfach so richtig Dampf abzulassen...

In diesem Sinne: "The Doc' will fix you up...don't!"

Lesen Sie HIER die Packungsbeilage des Poetenblogs!
Kommentiere diesen Post

Bunny 04/21/2009 16:18

Packungsbeilage lesen ist wohl wichtig *g* herzlich Willkommen in meiner Community *Lachen ist gesund* :) Bunny

Nisal 04/20/2009 17:25

Allein die Kommentare hier sind zum schmunzeln: Der eine heisst Philip, der andere verlinkt sich mit Philipinen-privat-erleben, der eine ist guru und schimpft auf schulmedizin, bis er sich mal ein Bein bricht, der andere ist anarchist, wieder jemand, der Schokolade liebt, eine Hypochonderin und einer, der die ganzen Kommentare lustig findet und zusammenfassend kommentiert. ;-)

Philipp 04/20/2009 13:20

Irgendwas ist wohl gegangen bei Wortlieb: Neues Design? Ja auch aber das mein ich nicht. Seine Texte sind seit dem er über den Alkoholkonsum eines Gentelmans schrieb, immer bissiger geworden, richtig was zum böse ablachen. Auch der "Leber lässt grüssen"-Blog hier ist wiedermal was! Bravo;oD

Klaus+Biesel 04/20/2009 12:23

Selten so inbruenstig gelaechelt. Also ohne "Nierenfrei und Wasch die Leber" sollte doch dieser Cocktail eigentlich nicht eingenommen werden. ;) aber das stand bestimmt im mikrobisch kleingedruckten Teil einer der Packungsbeilagen, oder besser gesagt "Packungstapetenaufklappliteratur".

Danke jedenfalls fuer mein Laecheln im Gesicht, und das auch noch Drogenfrei.

Petra 04/20/2009 03:05

Köstlich!!!!!! :D