Quantcast
 

Wort, lieb.

_1_0.gif

Der PoetenBlog begleitet mich auf meinen sur- und subrealen Reisen. Als augenzwinkernder Poet und Dramatiker begebe ich mich gerne genüßlich im Klubseßel - mit einem halbvollen Glas und einer Selbstgedrehten in der Hand - auf eine gedankliche Odyssee... Für Sie als irreale Nachlese bereitgestellt.

Wortlieb, haber.

Social, media.

homerss

sharetwitter

facebookflickr

 

Die Top 100 Literatur-Seiten im Netz

pingomatic.gif

CO2-neutral-blau-transparent-125x125.png


Monday, 13. april 2009 1 13 /04 /Apr. /2009 18:18
- von WORTlieb mARTin

Was wären wir ohne unsere Medikamente! Mein Arzt hat mir eine Tablette verschrieben gegen Blähungen mit dem Namen "Pupsaus". In der Packungsbeilage stand, dass die Nebenwirkungen Kopfschmerzen hervorrufen könnten. So war es auch. Also nahm ich eine "Brumm"-Pille gegen Kopfschmerzen, welche jedoch - so die Beilage - aufputschend wirke, also musste ich mir noch eine Pille für den Schlaf besorgen. Die Apothekerin erklärte mir aber, dass diese "Ko&Ok"-Schlaftabletten nicht geeignet seien für Menschen mit hohem Blutdruck und verkaufte mir also auch noch das blutdrucksenkende Mittel "Blooddown". Bei den Nebenwirkungen im Beipackzettel des Blutdrucksenkers las ich, dass durch dieses Mittel meine sexuelle Lust beeinträchtigt werden kann. So bestellte ich mir aus dem Internet diese blauen "Stehauf"-Pillen, um die sexuelle Fähigkeit wieder zu erlangen. Diese wirkten aber nebensächlich auch mit grossem Schwindel. Da ich das nicht gebrauchen konnte, besorgte ich mir noch schnell das Mittel "Schwindelfrei" gegen den ganzen Schwindel, doch auch dieses Medikament hatte Nebenwirkungen: Am häufigsten zu beoachten war eine Niedergeschlagenheit.

Also auf zum Psychiater, um mir das Antidepressiva "Smileeverydayevenwhenyounotliketosmile" verschreiben zu lassen, welches Übelkeit zur Nebenwirkung habe. So kaufte ich mir im Drogieriemarkt noch ein Zäpfchen gegen Brechreiz mit dem Namen "Kotznid", was eine allgemeine Appetittlosigkeit zur Folge hatte. Ich fragte also meinen Arzt oder Apotheker und liess mir ein Mittel zur Steigerung des Appetites - "Masthänsel" - andrehen. Nebenwirkung: Juckreiz. Ich salbte mich also mit der Creme "Kratzade" ein, um den Juckreiz zu verhindern und tatsächlich: der Juckreiz war wie weggeblasen, dafür hatte ich aber einen Ausschlag. Die Drogistin meines Vertrauens beriet mich und empfahl mir das Dragée-Medikament "Wegpustel", welches zwar den Ausschlag verringern sollte, aber genausogut auch Nervosität verursachen könnte. Ich würde diesen Blog wohl nicht schreiben, wenn mich nicht auch diese Nervosität überkommen hätte.

Also ab zum Neurologen, der mir das Medikament "Blanknerv" mitgab, welches die Nerven beruhigt. Leider löste dieses Neuroleptika eine Lustlosigkeit am Ego-Shooter-Spielen aus und so nahm ich eine "Counter-Strike"-Kapsel. Die Nebenwirkungen bei "Counter-Strike" sind aber auch nicht zu übersehen. So konnte ich zwar wieder die Fähigkeit Ego-Shooter-Games zu spielen erlangen, jedoch überkam mich dann eine starke Aggression. Der Seelendoktor verschrieb mir daraufhin den Tranquilizer "Zahm forte" und ich wurde wieder ruhig, bekam jedoch ein Ohrensausen. Nochmals ging ich zu meiner persönlichen Drogenabgabestelle - der Apotheke - und erwarb mir das Mittel "Ohrfrei akut" gegen das lästige Ohrensausen. Kaum hatte ich kein Ohrensausen mehr, bemerkte ich, dass ich Schüttelkrämpfe habe, womöglich von den Nebenwirkungen dieses Anti-Ohren-Sausen-Medikamentes hervorgerufen.  Gegen Schüttelkrämpfe hatte ich noch ein Mittelchen in meiner Hausapotheke: "Twist oral"-Tropfen. Wie sollte ich wohl Tropfen sonst einnehmen, wenn nicht oral? Diese jedoch kaum eingenommen, bekam ich Durchfall und liess mir vom Arzt eine Verstopfungspille namens "Nixraus" gegen Durchfall verschreiben. Die Nebenwirkungen dieses Medikamentes riefen jedoch Fieber hervor. Gegen Fieber musste ich eine "Cooldown"-Fiebertablette schlucken und bekam Blog-Hemmungen. Gegen die Blog-Hemmung nahm ich wiederum eine Pille - die sogenannte "Schreibdrauflosauchwennsniemandliest"-Pille. Natürlich las ich auch hier den Beipackzettel - wie vom Arzt, Apotheker und der Werbung geraten - und  erfuhr, dass der Anti-Blog-Hemmer mir auch eine Halsentzündung bescheren könnte. Gegen die Halsentzündung träufelte ich mir ein paar Tropfen des Arzneimittels "Rickchola K" ein, welche aber Vergesslichkeit zur Nebenwirkung haben.  

Am Ende der Zwölf-Tage-Kur wusste ich zwar überhaupt nicht mehr, weshalb ich all diese Arzneidrogen zu mir nahm, aber ich beschloss aus irgendeinem mir nicht mehr erklärbaren Grund, das nächste Mal, wenn ich Blähungen habe, einfach so richtig Dampf abzulassen...

In diesem Sinne: "The Doc' will fix you up...don't!"

Lesen Sie HIER die Packungsbeilage des Poetenblogs!
| 9 Marginalien lesen | - | Kommmentieren Sie! |
Zurück zur Startseite

Marginalien, bunt.

Odys, see.

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren